Eurotrash, Christian Krachts Besuch einer alten Dame

Eine Fortsetzung von Faserland, jener 90er-Jahre-Novelle, mit der Christian Kracht berühmt wurde, soll es sein. Begab sich damals der Ich-Erzähler alleine auf eine Tour von Sylt nach Zürich, sucht er nun seine Mutter in selbiger Schweizer Stadt auf, um mit ihr zu verreisen und dabei möglichst viel Geld loszuwerden...

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Krass – Martin Mosebach erzählt aus der Kohl-Ära

Wie sehr ist das, was wir bewundern, bloß eine Illusion? Die Fallhöhe vom Schein zur Wirklichkeit kann groß sein: Ein Zauberer gibt auf der Theaterbühne eine telepathische Meisterleistung zum besten, dabei hat er sich lediglich mit einem Beteiligten vorher abgesprochen. So beginnt Martin Mosebachs jüngster Roman, dessen Hauptfigur, der...

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Susanne Neuffer erzählt von Wundern jenseits des Geredes

Literatur und Kleider bestehen, im übertragenden oder wörtlichen Sinne, aus gewebten Fäden, doch griffe man zu kurz, sie bloß als Texte und Textilien zu verstehen. Sie können Wunder wirken, und damit beginnt der neue Erzählband von Susanne Neuffer: Eine Künstlerin reist zu einer Ausstellung ihrer Skulpturen, ohne den Rat...

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GRM Brainf… ein Bevormundungsroman von Sybille Berg

Demokratisiert hat sich mit der Gesellschaft auch die Art, literarisch zu erzählen. Statt allmächtiger Erzähler alter Epen prägen in modernen Romanen individuelle Perspektiven das Geschehen. Seit einiger Zeit erleben wir aber, dass die Demokratie angefochten wird, sei es durch frustrierte Bürger, europäische Bürokratie, chinesische Diktatur oder globale Unternehmen. Gibt...

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Houellebecqs Serotonin zwischen Gottes Liebe und EU-Schlampe

Diese Melange aus Scharfsinn und Pornographie, Seelenlosigkeit und Mitgefühl kennt man schon, doch in Serotonin klingt Houellebecq religiöser als in seinen früheren Werken. Der Anfang des neuen Buchs versetzt uns in eine Szenerie der Elementarteilchen, des ersten großen Houellebecq-Romans von 1997: Der Protagonist macht Urlaub in einer alternden Nudistenkolonie,...

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Kunst-Integration: Kleebergs „Idiot des 21. Jahrhunderts“

„Also wieder was Autobiographisches“, habe seine Mutter erwidert, als er ihr den Titel seines neuesten Buchs verraten habe, sagt Michael Kleeberg bei einer Lesung auf dem Erlanger Poetenfest. Ein selbstironischer Scherz, wie jeder sogleich versteht. Autobiographisch sind an Kleebergs Werk Der Idiot des 21. Jahrhunderts allenfalls die Geschichten darin...

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Der deutsche Entdecker von Machu Picchu

Da staunt man ein zweites Mal. Die sagenhafte Inkastadt Machu Picchu auf einem Bergsattel im peruanischen Urwald wurde nicht erst 1911 von dem amerikanischen Historiker Hiram Bingham entdeckt, sondern vierzig Jahre früher vor einem Mann, der um 1840 als Sohn eines Weinhändlers in Uerdingen am Niederrhein geboren und aufgewachsen...

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